Informationen:

Berechnung der tierärztlichen Leistungen

 

Die Leistungen der Praxis werden nach der Gebührenordnung für Tierärzte (GOT), zuletzt geändert am 12. Februar 2020, abgerechnet. Die Arzneimittelpreise richten sich nach den Vorgaben der Arzneimittelpreis-Verordnung vom 14. November 2003.

 

Die Gebührenordnung schreibt dem Tierarzt vor, dass eine Unterschreitung der einfachen Gebührensätze nicht zulässig ist.

 

Im Notdienst muss der Tierarzt nach der Gebührenordnung erhöhte Gebühren berechnen! Nach der letzten Änderung der GOT sind die Gebühren für den tierärztlichen Notdienst neu geregelt:

-   Es muss eine pauschale Notdienstgebühr bei einem Tierarztbesuch zu Notdienstzeiten von 50,- Euro berechnet werden.

-   Zusätzlich muss für tierärztliche Leistungen im Notdienst mindestens der 2-fache Satz der GOT abgerechnet werden.

 

In der GOT ist auch genau geregelt, zu welchen Zeiten die Notdienstgebührensätze gelten:

-   täglich von 18.00 Uhr bis 8.00 Uhr des jeweils folgenden Tages (Nachtdienst),

-   von Freitag 18.00 Uhr bis 8.00 Uhr des folgenden Montags (Wochenenddienst) sowie

-   von 0.00 Uhr bis 24.00 Uhr eines gesetzlichen Feiertages (Feiertagsgebühr).

 

Wozu gibt es Überhaupt eine Gebührenordnung (Information der Bundestierärztekammer)?

Die gesetzliche Gebührenordnung sorgt für Transparenz und schützt den Tierhalter vor Übervorteilung. Ein Wettbewerb zwischen den Tierärzten soll vorwiegend über die Qualität und Umfang der Leistung und weniger über den Preis stattfinden.

Eine angemessene gesetzliche geregelte Vergütung stellt sicher, dass Tierärzte dem Qualitätsanspruch der Tierhalter z.B. durch Fortbildung und Investitionen nachkommen können und sichert die wirtschafliche Grundlage für den ordnungsgemäßen Betrieb einer tierärztlichen Praxis und für tierärztliche Leistungen in der erforderlichen Sorgfalt. Ein hohes Qulitätsniveau der tierärztlichen Leistung dient auch dem Tierschutz.

 

Weitere Informationen finden Sie unter www.bundestierärztekammer.de (Rubrik:  Infos für Tierhalter / Gebührenordnung).

 

 

 

Impfbestimmungen für den Turniersport

 


 
Pferde sind auf Turnieren nur startberechtigt, wenn die Impfungen LPO-konform erfolgen und im Equidenpass dokumentiert sind. Hier die aktuellen Impfbestimmungen laut der LPO-Ergänzung zum 01.06.2012:
 
Bei der Influenza-Impfung gehören drei Impfungen zur Grundimmunisierung. Zwischen der ersten und zweiten muss der Abstand 28-70 Tage betragen. Zwischen der zweiten und dritten darf der Abstand maximal 6 Monate + 21 Tage betragen. Das gleiche Intervall gilt für alle folgenden Wiederholungsimpfungen.
Startberechtigt sind Pferde, wenn nach der zweiten Impfung der Grundimmunisierung mindestens 14 Tage, nach jeder weiteren Impfung mindestens 7 Tage vergangen sind.
Liegen keine Informationen über die Grundimmunisierung vor, müssen Turnierpferde über mindestens drei Jahre hinweg im Abstand von höchstens 6 Monaten + 21 Tagen Wiederholungsimpfungen erhalten haben, die im Pass dokumentiert sind.
 
Die regelmäßige Impfung gegen Tetanus (alle 2 Jahre) gilt als selbstverständlich, eine Impfung gegen Herpes wird empfohlen.